noch eine überlegung zu prag.

irgendwie fährt mensch ja vielfach auch nach osteuropa, “weil’s da billiger ist als im westen”. jetzt hatte ich, als ich in prag war, des öfteren den gedanken, was für ein scheiszgrund das ist, an einen bestimmten ort zu fahren. natürlich ist es vorteilhaft für schmale studentengeldbeutel, wenn sie nicht über gebühr strapaziert werden. aber diese permanente geiz-ist-geil-stimmung geht mir schon seit längerem auf die nerven, auch wenn, oder grade weil ich mich am wochenende immer wieder dabei erwischt habe, umzurechnen, wie billig das jetzt grade wieder war. prag ist einfach eine kulturstadt, die immer eine reise wert sein sollte, auch wenn sie so teuer ist wie paris oder london. unter diesem gesichtspunkt kotzen einen die deutschen touristen noch mehr an, die das wochenende biertrinkend am altstädter ring verbracht haben (zum glück kann man denen ja aus dem weg gehen). – die preise in prag sind übrigens mittlerweile so gestaltet, dasz es für westeuropäische touristen immer noch etwas billiger sein dürfte als “zuhause”, die tschechen allerdings immer öfter schwierigkeiten bekommen, eintrittspreise für mueen, theater, konzerte und restaurant-rechnungen bezahlen zu können. so soll es dort mittlerweile hier und da spezielle preise für tschechen geben. ganz perfide geister nennen das dann wahrscheinlich noch touristenabzocke.

zustand: kulturpeszimistisch
hörend: tiger tunes

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