denk ich an jamaica in der nacht … (ein unqualifizierter kommentar)

gestern habe ich auf dem weg von der arbeit nach hause einen jungen mann mit einer jamaica-trainingsjacke gesehen und muszte doch ein wenig schmunzeln. die aszoziationen, die man mit jamaica verbindet (bob marley, reggae, ska, sonne, strand und kiffen) paszen doch so gar nicht in diese breiten und so gar nicht in dieses milieu. doch je mehr über die koalitionsmöglichkeit mit dem exotischen namen gesprochen wird, so unwohler wird mir auf grund meines eigenen wahlverhalten. wenn man als grüne-wähler zum steigbügelhalter der ersten kanzlerin hierzulande wird, fragt man sich doch schon, ob man das im sinn hatte, als man an der urne stand. eigentlich sollte es doch so sein, dasz man seine stimme klar für das eine oder das andere lager abgibt, in diesem fall also für das linke lager. ich sehe jetzt schon die linken beszerwiszer, die mir erzählen wollen: “jaja, links wollen und grüne wählen, selber schuld!”, aber die stimme war taktisch zur verhinderung von einer regierung unter merkel gedacht, und jetzt kommt sie am ende genau der zu gute. dumm das. sollte es wirklich soweit kommen (und das glaub ich erst, wenn es soweit ist, auch wenn mir claudia roths bemerkung, sie würde mit stoiber schon reggae tanzen (kann man reggae eigentlich tanzen?) schon damals wie ein schauer den rücken runtergelaufen ist), denke ich, dasz sich die grünen auf eine sehr sehr harte zeit gefaszt machen müszen. zum einen politisch, weil es nicht leicht sein dürfte, diese koalition am leben und arbeitsfähig zu halten (zumal mit einer schwachen kanzlerin), zum anderen weil sie dann wahrscheinlich auf grund des tausendfach begangenen verrats an seinen eigenen wählern bei der nächsten wahl um den wiedereinzug in den bundestag bangen müszen. und genau das wünsch ich ihnen dann. 4,9%.

zwischenstand: fragt nicht …
hörend: belle and sebastian

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