let’s put it like sis way

dass die panels auf der popkomm so ihren eigenen friede-freude-eierkuchen-charme verbreiten, kann manchmal ja schon nervig genug sein (ich will streitkultur galore!), dass der ganze laden (also, der panel-laden) seit diesem jahr auch auf englisch läuft, birgt schon die eine oder andere lächerliche situation. so eben im panel “the music-blog”, zu dem mit spreeblicks johnny sowieso nur ein blogger eingeladen war, dazu noch einer, der nicht nur oder eher selten über musik bloggt (der rest waren journalisten). dort waren nur deutschsprachige speaker, und einer im publikum, der englischsprachig war. er verzichtete offensichtlich sogar darauf, dass das panel wegen ihm auf englisch gehalten würde, was nichtsdestotrotz (ich liebe dieses wort) geschah. das hatte zur folge, was man schon in den vergangenen tagen in den panels beobachten konnte: die sonst sehr redseligen kollegen waren seltsam maulfaul, jegliche ironie oder jeglicher sprachwitz wurden im keim durch die sprachliche imperfektion erstickt. schade, denn in den vergangenen jahren gab es durchaus immer wieder lustige momente, sei es durch schlagfertige schlagabtausche oder witzige anekdoten. nicht, dass mich einer falsch versteht, ich bestehe nicht aus toitschtümelei darauf, sich der eigenen sprache zu bemächtigen, sondern einfach, weil die panels dadurch noch langweiliger, langatmiger und ja, mitunter auch peinlicher werden. zum beispiel wenn gestandene medienmänner und -frauen vor versammeltem publikum demonstrieren, wie sehr sie mit dem th auf kriegsfusz stehen.

das musicblog-panel selbst war wie alle anderen auch mittelmäszig interessant und führte wie alle anderen auch zu keinen bahnbrechend neuen erkenntnissen.

aus gutem grund: kein th in “popkomm”! (bild gestohlen und gerannt von music export norway)

zustand: das letzte bier von gestern abend …
hörend: engländer am telefon

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*