kulturkampf musik?

die visions betitelt ihre aktuelle ausgabe mit dem “kulturkampf musik”. auf gut zwölf seiten gehen andré bosse (galore), dennis plauk, carsten schumacher und oliver uschmann (hat das großartige “hartmut und ich” geschrieben) den angeblich essentiellen fragen nach, was denn jetzt schon alles tot sei: der plattenladen, die cd, die industrie oder doch nur einzelne labels, die musik selbst oder die indieband aus der nachbarstadt? – erstaunlicherweise nimmt die visions dabei eine sehr industriefreundliche position ein, die ich nur eingeschränkt teilen kann. aber das mag jeder für sich selbst entscheiden. der leitartikel ist einigermaßen gut geschrieben (auch wenn sie in der visions-redaktion scheinbar immer noch nichts von der rechtschreibreform gehört haben), wirft an einigen stellen aber leider mehr fragen auf als dass er sie beantwortet. dennoch bietet er einen recht interessanten, wenn auch etwas einseitigen und dezent pessimistischen überblick über den status quo des popmarktes. den artikel hat die visions selbst dankenswerterweise als pdf-datei ins netz gestellt (auf downloads klicken).

(frei nach dem popkulturjunkie.)

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