popkomm, tage zwei, drei und vier

gut wars ja schon mal losgegangen. hatten wir am abend von tag eins noch ausgesetzt und statt verschwitzten klubs die nette wilde 13 aufgesucht, um ein bisschen champions league zu schauen, hieß es am donnerstag wieder: stöpsel rein! nachdem wir tagsüber vicky am universalstand und ich dann noch nina von tapete getroffen hatte, landeten wir im postbahnhof bei city slang. die hatten caribou, menomena, malajube, stars und architecture in helsinki im programm, und irgendwie haben wir es doch wieder nur auf zwei bands gebracht. malajube finde ich glaube ich von platte dann doch etwas besser, live hätte ich mir ein klein bisschen mehr ecken und kanten erwünscht. an die stars hatte ich hohe erwartungen gestellt, wie gut, dass sie sich das zu herzen genommen haben. ein herzerweichend schöner gig, der den ende des abends für uns bedeutete. wir beschlossen, dass es schöner nicht werden würde und traten den heimweg an. ob wir architecture in helsinki damit unrecht getan haben? ignorance is bliss.

den letzten popkommtag klemmten wir uns komplett, stattdessen verbrachte ich den tag damit, vergeblich irgendwelche schuhe zu finden. seit wochen mit löcher in den sohlen rumlaufend, war der sneakererwerb eigentlich eine toppriority. aber die berliner schuhhändler hatten sich gegen mich verschworen. so fand rainer zwar welche, aber ich war noch immer mit alten tretern unterwegs. abends tischten endi und judith dann nochmal richtig auf, hinterher verzog ich mich mit der laut-bagage in den hoch geschätzten schokoladen. the book of daniel spielten und meine beiden begleiter machten sich hinterher lustig über mich. worte wie bibelstunde und christen-indiepop fielen. mit den beiden freunden der stumpferen abendunterhaltung fuhr ich weiter in die maria, wo die intro ein intim vom feinsten aufgefahren hatte.

erste delikatesse in meinem menü: jake the rapper. ein irrsinniger, der gegen ende des sets völlig verschwitzt auf der bühne seinen apfel verprügelte. das hemd offen präsentierte er seine behaarte, tätowierte monsterwampe. ein dom des genusses, in dessen inneren locker ein sudanesischer nomadenstamm seine rinderherden unterstellen könnte. nur mal so, damit man eine idee der dimension bekommt. die op:l bastards kamen ganz offensichtlich mit dem festen vorhaben auf die bühne, jedem einzelnen maria-besucher den schädel mit dem beathammer einzuschlagen. derjenige, der den begriff “auf die zwölf” zuerst ausgesprochen hat, muss von den finnen gesprochen haben. mir wars dann auf die dauer ein wenig zu stumpf, da änderte auch nicht das neon-gelbe shirt und der indianerschmuck etwas dran.

viel besser machte es hingegen herr trentemøller. er hatte ein wirklich schönes set am start, dass je nach gusto mal im betonvorgarten des house in der fahlen sonne lag oder in der garage das standgas benzin durchblasen ließ. ging ganz schön ab. gut für den sound: der live-drummer. auch wenn slim den safri-duo-vergleich bemühte. erfreulich auch an diesem abend: statt h&m-new-rave-fashion-victim-teenager gediegenes bis dezent durchgeknalltes partyvolk.

und am samstag hab ich in kreuzberg dann auch noch schuhe gefunden. all’s well that ends well.

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