Music Roundup

Und schon wieder Musik, kurz und knackig Empfehlungen für lange Mixe. Da wäre das auch von René hervorgehobene Set von Get Well Soon fürs Vice Magazine. Ich finde es eher durchschnittlich gut, wems gefällt bitte hier entlang.

Mein liebster Konstanzer DJ Pfeffer hat gleich zwei Mixe ins Netz gestellt, meiner Meinung nach beide sehr hörenswert, so unterschiedlich sie sein mögen. Zum einen wäre da ein fast sechsstündiger Monstermix (einen halben Gigabyte groß) von der letzten Sea Sight Tour, einer Veranstaltung in der Konstanzer Spiegelhalle der ich leider bislang noch nicht beiwohnen konnte. Er hat zusammen mit Li und Minner dort aufgelegt, das Set beginnt Minimal und wird dann housig. Weiter hab ich auch noch nicht gehört. Der zweite Hörbefehl ist eine Dreiviertelstunde kantiger Popchill unter dem Titel “Time To Run Between“, anzuhören hier. Musik für verquollene Morgen.

Auch sehr schön: Der gut 70-minütige Mix “Disco Canaria” von WNDWLCKR, empfohlen von Die Magazin. Keine Ahnung, wer sich hinter dem Namen verbirgt. Was recht entspannt und bisweilen krude anfängt, haut im Lauf der Zeit ganz schön rein. Musik zum Wachwerden und Wachbleiben.

Und zu guter letzt (das wars dann mit den Mixes) hat das stets geschätzte 78s-Magazin einen Frühjahrs-Mix der Schweizer DJs Roundtable Knights. Nicht gerade cutting edge, aber nice.

Für die Stunde zwischen Sonnenuntergang und Dunkelheit sei dieser Mitschnitt eines Radiohead-Konzerts in São Paulo aus dem März an die Leserherzen gelegt. Nix besonderes für Radiohead-Standards, und dennoch so unglaublich gut. Auch via 78s.

KCRW, das vom Kollegen Luci hoch geschätzte Community-/College-Radio aus Santa Monica, lässt scheinbar regelmäßig Henry Rollins an Mikrofon und Regler. In der vorliegenden Sendung benimmt er sich mitunter zwar ein wenig arg prollig und marktschreierisch (und das mit dem Sonic Jihad muss auch nicht sein), aber weil er sonst ein Guter ist und das Thema der zweistündigen Sendung wirklich spannend ist, sei der Podcast hier empfohlen. Es geht um den frühen Postpunk, wie er im Buche steht. Simon Reynolds hat wohl das Buch über die verwirrte Ära nach Punk von 1978 bis 1984 geschrieben. Ich habe das Werk mit großem Interesse verschlungen, Henry Rollins spielt in diesen zwei Stunden die Musik dazu. Von The Fall über Cabaret Voltaire bis hin zu so obskurem Zeug wie Swell Maps ist alles dabei. Topp!

Und wer nicht weiß, was er zwischen dem Tatort und Schlafen gehen heute Abend machen soll, dem sei (ungehört) die neue Sendung “Savage Music” um 23 Uhr auf Byte.fm ans Herz gelegt. Die wird nämlich von niemand geringerem als Jon Savage geschmissen. Der Musikchecker hat sich mit “England’s Dreaming”, dem Standardwerk über britischen Punk im Allgemeinen und die Sex Pistols im Speziellen, ein Denkmal gesetzt und wird ab jetzt immer Sonntags um 23 Uhr in die Regler greifen. Die Themen seiner ersten Sendungen: “Dream Within a Dream”, “Punk London”, “Cali Punk”, “Meridian 1970″, “Teenage 1-5″ und “Queer Noises”.

2 Kommentare

  1. ach, wie nett.

    vielen dank und grüße nach zürich.

    und: savage liegt schon auf dem imaginären bücherstapel ganz weit oben.

  2. Pingback: Merely Thinking» Blogarchiv » Neuer Mix vom Windowlicker

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