Das Schweizer Fernsehen über den Profifussball

Daniel hat mich auf diese herrliche Reportage des Schweizer Fernsehens über den Fussball als “Showgeschäft In Der Krise” hingewiesen. In der Sendung aus dem Mai 1971 geht es um verschuldete Clubs, überbezahlte Spieler und neue Wege in der Finanzierung von Klubs. Interessantes am Rande: Schweizer Fußballer mussten damals noch einen Nebenjob ausüben, der ihnen das Existenzminimum sichert; und der übelste Auswuchs des Profifußballs ist der Spielertransfer. Ebenfalls interessant, dass damals schon vom Spieler als Ware und von “Spielermaterial” gesprochen wird. Absurde und irgendwie auch innovative Beispiele: Friedhelm “Timo” Konietzka, der von einem Mäzen gekauft wurde und dem FC Winterthur ausgeliehen wurde; der FC Zürich experimentiert derweil mit der AG, an der sich der Fan beteiligen kann; der FC Luzern bezahlt Spieler nach Zuschaueraufkommen. Und ich weiß nicht, was abgefahrener ist: die Musikunterlegung oder die Blümchentrikots des FC Luzern bei 7:15.

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