Ted Gaiers offener Brief an den Hamburger Senat

Ich bekomme zugegebenermaßen nicht so ganz mit, was in Hamburg grade abgeht. Verstehe aber soweit, dass es dort wohl ähnlich läuft wie in Berlin (und überall woanders, wo vom Markt gesteuerte Verteilungskämpfe um innenstädtische Quartiere stattfinden). Die Problematik der Gentrifizierung ist mir seit dem Studium (mündliche Prüfung, ächz) bekannt, ich halte den damit einhergehenden Konflikt zwischen Durchsetzung handfester wirtschaftlicher Interessen und Wahrung sozialverträglicher Zustände für unausweichlich. Somit sind die Positionen, die Ted Gaier von den Goldenen Zitronen in seinem Offenen Brief an den Hamburger Senat vertritt, nicht neu, aber dennoch für den Widerstand gegen die Durchimagisierung Hamburgs als Kreativstandort gut, richtig und wichtig:

Kultur soll zum Ornament einer Art Turbo-Gentrifizierung werden, weil ihr die die üblichen, jahrelangen Trockenwohn-Prozesse garnicht mehr abwarten wollt. Wie die Stadt danach aussehen soll kann man in St. Pauli und im Schanzenviertel begutachten: Aus ehemaligen Arbeiterstadtteilen, dann „Szenevierteln“, werden binnen kürzester Zeit exklusive Wohngegenden mit angeschlossenem Party- und Shopping Kiez, auf dem Franchising-Gastronomie und Ketten wie H&M die Amüsierhorde abmelken.

Den ganzen Text gibts im Bratze-Blog.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*