Meat Is Murder! Tasty, tasty Murder?

Ich bin bekennender Fleischesser. Und habe das auch nie angezweifelt. Aufgewachsen bin ich in einer Fleisch essenden Familie, die ihr Essverhalten nie angezweifelt hat. Als mein Bruder in seiner Jugend mal mit einer seiner Freundinnen gewettet hatte, dass er es schaffen würde, sich einen Monat lang vegetarisch zu ernähren, schüttelte der Rest der Familie nur mit den Köpfen. In meinem Freundeskreis war niemand, der Vegetarier gewesen wäre.

Und auch meine fast schon hemmungslose Verehrung des Fleischverächters Morrissey hat mich nicht zu herbivoren Diät bekehrt (übrigens sind auch alle anderen Moz-Huldiger aus meinem Freundeskreis leidenschaftliche Nicht-Vegetarier). Noch viel weniger vermag mich eine dummdreiste Agit-Prop-Organisation wie PETA dazu bewegen, in Zukunft die Finger vom Tier zu lassen. Auf der Arbeit haben wir schon darüber gestritten (die Hälfte des Teams bei Amazee ernährt sich überzeugt vegetarisch, die andere nicht).

Ich sehe mich als aufgeklärten Konsumenten, der “gutes” Fleisch kauft, wann immer es geht und wähne mich ansonsten in darwinscher Tradition am oberen Ende der Nahrungskette. Nichtsdestotrotz bin ich begeistert und fasziniert von Jonathan Safran Foers Essay “Against Meat” in der NY Times, auf die Oskar bei Acht Milliarden hingewiesen hat. Ein überaus lesenswerter Aufsatz über Vegetarismus und was Ernährung jenseits von Nahrungsaufnahme bedeutet. Im November erscheint dann ein ganzes Buch von ihm unter dem Titel “Eating Animals”. Ich bin gespannt.

4 Kommentare

  1. naja damals warst du noch nicht “konvertiert”… waren es nur die bücher? [/blogthemavorschlag]

  2. Ne, nicht nur die Bücher … Aber ich weiß offen gestanden nicht, ob das hier so reinpasst, jetzt …

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