fritten und bier – brüsseler allerlei

spät, aber nicht so spät wie ollis popagandabericht teil drei mein brüsselbericht. ich war schon drei, vier mal in der belgischen hauptstadt gewesen, hauptsächlich, weil j. nach der schule dort ein jahr au-pair-dienste bei einer deutsch-amerikanischen familie geleistet hat und immer noch in kontakt mit ihnen steht (btw so mit die nettesten menschen, die ich je kennen gelernt habe). nun habe ich j. also das erste mal in ihrer neuen alten heimat brüssel besucht. ich mag die stadt, sie hat etwas urbanes, lebenswertes, internationales, aber nichts molochartiges, auch wenn ich der festen überzeugung bin, dass alle autofahrer in brüssel bezahlte profikiller sind, deren aufgabe es ist, alle radfahrer und fußgänger aus dem stadtbild zu entfernen.

wie dem auch sei, ich kann mir gut vorstellen, in zukunft dort zu leben und zu arbeiten. am ersten tag nach meiner ankunft hatte ich die möglichkeit, die stadt auf eigene faust zu erkunden, weil j. arbeiten musste.


der jubelpark, endlich fertig renoviert.

häuserfassade (!) in der nähe des place royale.

cheesy touristenshot auf dem grand place.

sehr schön an brüssel ist übrigens auch, dass man hier nicht nur wirklich gute pommes bekommt, sondern auch prima in kneipen gehen kann (das belgische bier hat völlig zu unrecht einen schlechten ruf, die flamen und wallonen haben das brauen wirklich druff!) und vor allem auch echt gut essen gehen kann. der nachteil: alles ein bisschen teurer als in deutschland, aber meistens ist das, was man bekommt, sein geld wert.


rhabarbertörtchen.

am zweiten tag haben j. und ich die gegend rund um das atomium erforscht. ich bin ja nicht unbedingt ein freund von 08/15-touristentouren, aber das atomium ist schon einen besuch wert, vor allem nach der restaurierung. gleich nebenan steht das könig-baudouin-stadion, früher heyselstadion. ganz abgesehen davon, dass ich stadionbesichtigungen immer interessant finde (und man hier zugang zu fast allen trakten hat und wie die athleten auch ins stadion einlaufen kann), war ein besuch an dieser stelle natürlich etwas besonders. ich kann mich nicht aus meinem eigenen gedächtnis an die heysel-katastrophe erinnern, aber mit dem über die jahre angelesenen wissen war es doch ein gänsehautbesuch.


it came from outter space!

detail am eingang zum stadion.

in einer nische im stadion wird den opfern gedacht.

den rest des wochenendes verbrachten wir ruhig in restaurants, cafés und ausstellungen (unter anderem eine über sportarchitektur in brüssel – und das war nicht mal mein vorschlag!). vor kurzem ist das jüdische museum belgiens in ein repräsentatives gebäude im bezirk marolles umgezogen, leider gab es im moment keine ausstellung. insgesamt hat der besuch aber lust auf mehr von der stadt gemacht. ende des monats gehts wieder hin.


blick aus j.s wohnung.

laurel aitken im marolles.

fussi unterm atomium.

mehr fotos hier oder direkt hier.

zustand: sonntagmittagfäule
hörend: rhesus

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