unten am see (rainy days revisited)

das ganze war jetzt ein bisschen viel action in den letzten tagen, um es kurz, pointiert und vor allem in sinniger reihenfolge nachzuerzählen. ich fange einfach mal an und gehe chronologisch vor.

das chaos in der wohnung an der bundesallee war kaum noch zu überblicken, als am späten freitag nachmittag mein bruder und meine mutter aus hannover kamen um mir geistigen (mutter) bzw. tatkräftige (bruder) beihilfe zum umzug zu leisten. der leihwagen war schnell und problemlos geholt, das beladen war anstrengend, lief aber – auch dank der hilfe von andré – reibungslos.

die karawane (bestehend aus lieferwagen und helferpkw) zog dann doch mit einer stunde verspätung nach rudow, um in der dortigen wohnung von muttern einiges abzuladen, was nicht den langen weg in den süden antreten sollte. jugendbücher, studiumskram usw.

der nicht ganz halbvolle wagen wurde dann bei meiner zukünftigen mitbewohnerin gesa abgeliefert, die dem sprinter den rest gab. da waren beim beladen einige tetriserfahrene puzlzlekünstler am werk. als ich den wagen am nächsten morgen das erste mal voll bepackt sah, hab ich nicht schlecht gestaunt. nun ja, das ende vom lied – gesa musste einiges in berlin lassen, und für meine glotze hat es auch nicht mehr gereicht. ist vielleicht ganz gut so.

nach standesgemäßem ausklang mit kulinarischem gyros-tzaziki-und-rohe-zwiebeln-overkill beim griechen um die ecke ging es am samstagmorgen gegen halb acht on the road in den wilden süden. die fahrt verlief, vor allem im osten, erfreulich smooth, allerdings verschlechterte sich das wetter zusehends, je weiter wir in richtung süden kamen. gesa und ich erzählen uns und andi (king of the road) derweil unser leben. wir hatten uns ja auch zehn jahre nicht gesehen (wer es noch nicht weiß: gesa ist eine alte schulkameradin und es ist zufall, dass wir hier in konstanz zusammen wohnen).

nach etlichen kaffee-induzierten pausen und einer currywurst-mit-pommes-rast kamen wir gegen viertel nach fünf am see an, ganz ohne großen stau, und das obwohl seenachtfest war. lustigerweise war noch keiner von den versprochenen auspackern am start, lediglich der toco war pflichtbewusst pünktlich erschienen.

wie dem auch sei, nach und nach fanden sich alle ein und die auslade lief dann auch wie geschmiert. für große verzückung sorgte bei mir das haus, spricht es mir mit den weißen wänden und den lila (!) fensterläden doch aus der seele. better believe it!

mein zimmer ist das im ersten stock in der hausmitte.

und dann hatte ich die ganzen kisten im kleinen zimmer. da blieben sie auch erstmal, nach auswärtigem nudeltopf-verputzen und leckerem feierabend-memminger ging nicht mehr viel in der vertikalen. das feuerwerk vom seenachtfest haben wir uns vom balkon angesehen (habe ich schon erwähnt, dass ich ca. 150 meter vom see wohne?), die 15 € eintritt waren uns dann doch zuviel.

andi hat noch hier übernachtet und am nächsten morgen verabschiedete auch er sich im strömenden regen richtung norden. dafür war das erste (ex-)wg-mitglied da, der hannes, dessen zimmer gesa übernommen hat, packte seine letzten sachen zusammen, und so gab es erstmal ein leckeres frühstück. die anderen beiden mitbewohner waren zum zeitpunkt unseres einzugs nicht da, aber wenn sie so nett sind wie hannes, mache ich mir keine sorgen.

viel mehr kopfzerbrechen hat uns dagegen das einrichten des netzes bereitet, aber auch das funktionierte gestern abend dann. derweil habe ich meine cds neu sortiert (nach genre (alternative/punk, indie, rock/pop, hiphop/reggae/r’n'b/soul, electronica und sampler) und alfabetisch). danach sah es noch schlimmer aus in der bude und so war ich dankbar, dass der toco mit einer flasche pfälzer wein vorbei kam. die in verbindung mit wg-gemeinsam eingenommenem kaiserschmarrn hat mich doch wieder an das gute in der welt glauben lassen.


das treppenhaus ins erdgeschoss.


willkommensbriefe von den mitbewohnern.


der flur ist noch etwas karg.


die küche, typisch wg.

zustand: gleich gehts los zur arbeit!
hörend: nix

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