Diggin’ Miles

Von Neujahrsvorsätzen halte ich grundsätzlich ja eher wenig. Das einzige, was ich mir seit einigen Jahren regelmäßig vornehme, ist, im nächsten Jahr einen Künstler oder ein Musikgenre neu zu entdecken. Das ist leider nur teils meiner Neugier geschuldet, mehr aber eigentlich meiner eklatanten Wissenslücken in gewissen (musikalischen) Bereichen.

Immerhin habe ich so schon die Pixies, die Smiths und Morrissey, David Bowie, Bob Dylan oder Bruce Springsteen erobert. Oder sie mich. Andere Richtungen wie zum Beispiel Krautrock fielen trotz mehrfachem Vorsatz immer wieder unter den Tisch.

Heuer habe ich gleich Nägel mit Köpfen gemacht und mir die formidable Miles-Davis-Box bestellt (formidabel hauptsächlich, weil sie so umfassend ist). Es dürfte also klar sein, was 2010 ansteht. Jazz habe ich in der Tat bislang sträflich vernachlässigt, bis auf eine Chet-Baker-CD und einigen Mingus-Alben bin ich weitgehend unbefleckt.

Berührungspunkte wären dennoch da: Die Beatniks, in meiner Jugend gelesen, waren bekanntlich Jazz-Freaks. Der Freund meiner Mutter war großer Jazz-Freund, wenn auch eher der Ausrichtung New Orleans (was nun nicht so meine Tasse Tee ist). Nun also einer der Großmeister des Bebop.

Ich erinnere mich, wie ich einmal im Auto einer meiner Lehrer mitgefahren bin und  Charlie Parker auf voller Lautstärke aus den Boxen quäkte. Vielleicht war das ja schon der Initiationsritus. Und jetzt folgt dann die endgültige Annäherung. Vielleicht gibts ja noch was her für den ein oder anderen Blogpost, sicher aber Stoff für einige Tweets.

2 Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*