riga (3. tag)

heute nur kurz, weil ich ziemlich fertig bin: riga ist weiterhin ein brodelndes hoellentor, zumindest, was die temperaturen angeht. ansonsten ist nach wie vor alles vorbildlich entspannt. am spaeten vormittag sind wir zwei deutschen weissbrote mit dem zug raus nach jurmala gefahren, zusammen mit hunderten von anderen sonnenanbetern. die bahn war riesengross, so wie man sich eine postsowjetische eisenbahn halt vorstellt. tennisspielen ist darin kein problem.

in jurmala angekommen stellten wir schnell fest, dass man nicht in den sueden fliegen muss, um mediterrane strandgefuehle aufkommen zu lassen. der sand hat uns die fuesse weggebrannt und die sonne jeden fleck, der nicht sorgfaeltig eingecremt worden war, unnachgiebig verbrannt. wie sehr wir deutsche weissbrote sind, haben wir festgestellt, als wir die ersten halbnackten letten gesehen haben. der hammer war aber der adonis von jurmala, ein blonder, langhaariger schoenling mit superdurchtrainiertem koerper, von dem er nur die intimsten teile verbarg, mittels einem absoluten pornostring. ich will nie wieder was von chippendales hoeren!

jurmala ist angeblich hauptsaechlich von (reichen) russen besiedelt, tatsaechlich stehen zwischen strand und kiefernwald ein paar abartig grosse villen. manche aus sowjetzeiten, manche aus der zeit danach und manche holzhaeuser unidentifizierbaren alters. ansonsten ist das staedtchen nur wegen dem endlosen superfeinen sandstrand sehenswert, alles andere kann man auch an der deutschen ostseekueste erleben. das meer hatte supertemperatur und eine erfreulich geringe quallen-, algen- oder-was-auch-immer-dichte.

ein paar kilo sand haben wir wieder mit nach riga geschleppt, wo wir wieder im restaurant osiris umme ecke gespiesen haben, um jetzt rueckwarts in die falle zu kippen. buena notte, francia!

p.s.: morgen erfolgt der transfer nach vilna, ob ich von da aus regelmaessig schreiben kann, weiss ich noch nicht.

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