Musiker und das Internetz: Das Manifest

Der geschätzte Kollege David Bauer hat auf 78s ein Manifest in 25 Punkten geschrieben; eine Art Anleitung für Musiker, wie sie das Internet für ihre Zwecke nutzen sollen/können/müssen (okay, “don’t fuck your bandmates” passt da jetzt nicht so rein, aber: you get my drift.). Gute Punkte, die er da anführt, gut eingedampft, und gleich zum Ausdrucken und Mitnehmen bereit gestellt.

7 Kommentare

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  2. mhm, ist eben ätzend wenn man das so schwarz (bzw pink) auf weiss sieht, was benötigt ist für den musikalischen erfolg. kann man nicht auch einfach musik machen?

    inhaltlich:
    myspace zu dissen, aber facebook zu loben ist doch etwas kurzgegriffen. vlt gibt es in wenigen monaten ja eine alternative plattform zu der dann alle wechseln….ein genereller verweis auf die chancen der online communitiy wäre wahrscheinlich treffender..

  3. Klar kann man einfach so Musik machen, aber wenn man erfolgreich sein will und/oder von der Musik leben möchte … Ich kenne Leute, die nach beidem streben und denke, dass David hier einige wichtige Punkte (aber sicher nicht alle Faktoren) aufzählt. Nehmen wir mal Egotronic, da kenne ich mich einigermassen aus: Die Drei können von der Musik leben, weil sie a) einen Unique Selling Point haben (vulgo, ihre Nische gefunden haben, quasi die Posterboys der Antideutschen) und b) viel viel viel live spielen. Und sie haben keinen Sex miteinander. Soweit ich weiss.

    Aber auch andere Bands sehe ich bei Befolgung von Davids Punkten eigentlich ganz gut aufgestellt.

    Zu Myspace: Da lehnt sich David vielleicht ein wenig aus dem Fenster, aber sicher im abgesicherten Rahmen. Ich denke, auf Grund der Zahlen und der Erfahrungen mit Facebook, dass wir es hier mit einem Akteur zu tun haben, der gekommen ist zu bleiben (habe heute grade erst diesen interessanten Artikel dazu gelesen: http://gigaom.com/2010/04/20/facebook-takes-over-the-web/). MySpace saugt vorne und hinten, Facebook hat den Traffic und den Willen, sich zu entwickeln. So siehts imo zur Zeit aus, deswegen kann ich voll verstehen, dass David sagt: drop that crap. Klar reicht es nicht, nur Facebook zu nutzen, aber wer jetzt den größeren Impact haben wird: Soundcloud oder Bandcamp, das zu sagen, dafür ist es meiner Meinung nach noch zu früh.

  4. Was den Facebook-Tipp betrifft, gibt es zwei Begründungen.

    1. Facebook ist tatsächlich gekommen um zu bleiben. Mit MySpace ist Facebook schon lange nicht mehr zu vergleichen, viel zu sehr webt sich Facebook in das Ökosystem des Internets ein (man muss dafür nur die aktuellen Neuerungen ansehen, die dieser Tage präsentiert werden). Insofern glaube ich nicht, dass in naher Zukunft eine andere Plattform Facebook den Rang ablaufen wird. Selbst bei MySpace dauerte dies ja vergleichsweise lange, bei Facebook wird es deutlich länger gehen.

    2. Ganz unabhängig davon, wie lange Facebook die beste Wahl ist, gilt es einfach jetzt, da es die beste Wahl ist, voll darauf zu setzen. Wenn möglichst viele Menschen auf etwas aufmerksam machen will (in diesem Fall Musik), dann muss ich das da tun, wo die Menschen sind. Das ist heute Facebook. Wenn die Menschen übermorgen woanders weiterziehen, muss ich mitgehen.

    Zur Frage, ob man einfach nur Musik machen kann: Klar, kann man. Ist sogar empfehlenswert, wenn man keine konkreten Ambitionen hat. Wenn man aber ein paar Schritte voran kommen will, reicht es nicht, nur an die Musik zu denken.

  5. 1. Zur Musik und einfach machen
    Das war auf den “kulturindustrie” Kommentar bezogen. Die meisten Dinge die man da liest, macht man als Musiker ja automatisch und ohne Reflektion. Wenn man das so liest, merkt man aber, dass es keinen Unterschied macht ob ich erfolgreich Musik oder Würstchen verkaufen möchte.

    2. Zu Facebook.
    Wir sind auch nur noch bei facebook. Wir haben bei MySpace zwar 10-mal soviele “Freunde”, aber es gibt einfach operative Gründe zu wechseln, bzw in der Community in der man auch privat ist, sein “Ding” zu machen. Man hat ja auch nicht unendlich viel Zeit.
    Ich finde es einfach schwierig, die eine Community abzuwerten und eine andere uneingeschränkt zu empfehlen.
    Noch vor wenigen Jahren war es selbstverständlich, erstmal eine MySpace Seite zu bauen. In meinem Umfeld hat sich das innerhalb eines Jahres komplett gedreht. Daher halte ich dieses “eine Seite empfehlen” nach wie vor für schwierig. (Den Text über die neuen fb Pläne hab ich noch nicht gelesen)

    Bestes.

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