3 Jahre in 140 Zeichen

Jetzt bin ich also drei Jahre auf Twitter. Keine Zeit für lange Analysen, nur ein paar lose Betrachtungen: Nach der Anmeldung habe ich das mit den Kurznachrichten erstmal eine ganze Weile bleiben lassen, weil einfach zu wenig Bekannte bei Twitter waren.

Ich habe dann aber schnell festgestellt, dass es auf Twitter wesentlich einfacher ist, neue Leute “kennenzulernen” als beispielsweise bei Facebook. Während man sich dort lediglich mit denjenigen verbindet, die man ohnehin schon kennt, geht man auf Twitter auf die Suche nach interessanten Mitteilungsbedürftigen, nicht selten sieht man sich dann auch irgendwann im echten Leben. Facebook ist da mehr nur eine Ablage für Freunde aus früheren Zeiten.

Mit Twitter habe ich das erste Mal so etwas wie einen Information Overload erlebt (und bin daraufhin zeitweilig etwas kürzer getreten). Gleichzeitig hat sich der Service für mich zu einer der wichtigsten Newsquellen entwickelt, über den Tod von Michael Jackson habe ich zum Beispiel zuerst durch einen Tweet gehört.

Allen Unkenrufen zum trotz, dass die beschränkten Mittel von Twitter (140 Zeichen) zu einer weitergehenden Verkümmerung der Kommunikation führen, habe ich das Gefühl, dass eben diese Einschränkung zu präziserer Wortwahl, mehr Spontaneität und größerer Schlagfertigkeit führt.

In diesem Sinne wünsche ich mir noch viele weitere Fail-Whale-Sichtungen! Und mein erster Tweet war dann wohl der hier:

watched 5 episodes of grey’s anatomy. in the midst of it all: interpol. can someone get my life back? puhleeeze

(Foto by futurowoman, CC.)

1 Kommentar

  1. wie? schon drei jahre? … da kannst du ja fast schon den account in eine asiatische twitter-kita stecken und ich ja auch ;)

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