gesehen/gehört: disco drive, und andere

was für ein abend. ich habe mich in alte juze-zeiten zurückversetzt gefühlt. nicht, dass ich früher ein juze-regular war, aber wenn ich mal da war, war es so. auf der insel in treptow wurde zum tanz moshen gebeten. ich war wegen disco drive dorthin gegangen und konnte meine nicht minder musikbegeisterte kollegin ulrike mitschleppen. nachdem wir schön die beine übers wasser gehängt hatten (wir waren eine stunde zu früh vor ort) wagten wir uns in die höhle der löwen. natürlich kam es so, dass disco drive als letztes spielten und die drei bands davor eher, naja, sagen wir, untere hälfte oberliga waren. den anfang machte eine berliner (schüler?)band namens victim of reality, technisch ok, musikalisch langweilig irgendwo zwischen metal und gymnasiastenhardcore. auch wenn der sänger manchmal wie james hetfield früher klang, eher nicht zu empfehlen. als nächstes auf der kleinen bühne vor einer handvoll zuschauer, die sich wohl hauptsächlich aus bandanhang und insel-residents rekrutierte: the disliked aus luxemburg, auch eine schülerband, aber mit wesentlich mehr charme. vorbilder: mad caddies und mighty mighty bosstones. aber auch nicht weiter spannend, abgesehen von den ebenso penetranten wie unfruchtbaren versuchen, das spärliche publikum zum party machen anzuregen. next: phinius gage, brighton punk rock. der erste sänger, der ein bisschen was her gemacht hat, auch wenn er den bemitleidenswertesten überbiss seit den gebrüdern gibb durch die gegend trägt. nicht sonderlich innovativ der kram, aber solide. disco drive waren dann in gewohnter manier großartig, aber in ungewohnter manier besetzt. basser andrea hat die band verlassen, er wurde durch matteo ersetzt. nachteil: die band hat ihren einzigen schnurrbart verloren. vorteil: sie haben jetzt einen in der band, der dem äußeren nach das klischee vom italienischen mann annähernd erfüllt. performancemäßig war es super, wenn auch etwas kurz. ich mag es, wie sänger/gitarrist/schlagzeuger alessio die show immer fast zu entgleiten scheint. matteo fügt sich gut ein, die band spielt mittlerweile mit zwei schlagzeugen, jacopo geht rocksteady steil, während alessio für nichts gewähren kann. geil! das nächste mal zu bewundern: morgen zusammen mit the organ im knaack, oder am 24.05. nach dem pokalsieg im schokoladen. hinweis folgt zeitnah.

zustand: hungrig – essen dauert noch
hörend: tool – 10.000 days (die bei mir noch nicht so ganz gezündet hat wie beim mengele)

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