One Day (Buch > Film?)

Das Buch, das mich im vergangenen Jahr am meisten gepackt, gerüttelt, gerührt, schlicht, begeistert hat, war “One Day” von David Nicholls. Eine faszinierende, ergreifende Geschichte von zwei Menschen (Emma und Dexter), die umeinander herumschleichen wie die berühmten Katzen und sich nicht kriegen. Eine tragische Liebesgeschichte, mit zahlreichen Schmunzlern garniert, erzählt über 20 Jahre, beginnend in den Achtzigern.

Als ich nun das Buch gelesen habe, sponn ich immer wieder Filmszenen, unterlegt mit der Musik aus dem jeweiligen Jahr. Keine Frage, “One Day” ist trotz seiner Opulenz zum Verfilmen geschrieben – umso erfreuter war ich als ich sah, dass ein Film in Arbeit ist, mit dem Buchautor als Drehbuchschreiber. Und dann fand ich auf der Website David Nicholls noch das durchaus geschmackssichere Mixtape der Protagonistin Emma Morley. Mir war klar: Wenn der Film funktionieren soll, dann nur mit zwei unbekannten Schauspielern und einem Killer-Soundtrack, der die vergangenen zwanzig Jahre poptechnisch abdeckt.

Der Trailer, den ich jetzt entdeckt habe, wirkt ernüchternd. Es scheint eine ordentliche Romantic Tragicomedy geworden zu sein, mit Original Score staat Teenage Kicks. Auf bekannte Schauspieler wurde mit Jim Sturgess und Anne Hathaway natürlich nicht verzichtet (Hathaway sieht als die junge Emma übertrieben extradämlich aus). Schade. Im Sommer kommt der Film wohl auch in deutsche und Schweizer Kinos, ich bin mir noch nicht sicher, ob das was wird. Solange empfehle ich lieber, das Buch zu lesen.

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