Kurzdoku: Finding Benjaman

Sometimes truth is stranger than fiction! Die Geschichte aus der Kurzdoku Finding Benjaman von John Wikstrom erinnert ein bisschen an den Hauptmann von Köpenick und ist an Absurdität kaum zu überbieten – aber dennoch so real. Benjaman Kyle ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden und hat daraufhin sein Gedächtnis verloren. Da ihn niemand zu vermissen scheint, bleibt Kyle (der Name wurde ihm im Krankenhaus gegeben) ohne Ausweis und – in den USA ganz wichtig – ohne Social-Security-Nummer.

Die Medien interessieren sich nur kurz für die Geschichte des Mannes, der eigentlich nicht existiert – nachdem die Aufmerksamkeit abebbt, ist Kyle auf sich alleine gestellt. Und bleibt erstmal arbeits- und obdachlos. Dank einer Kampagne wendet sich am Ende aber doch alles zum Guten. Zumindest soweit, dass er wieder jemand ist.

Ein ergreifendes Zeugnis einer modernen Welt, die so durchreguliert ist, dass am Ende Menschen durch die Maschen fallen. Weil für ihre Besonderheiten keine Lösungen vorgesehen sind. (Und ja, mir ist bewusst, dass diese Story schon etwas älter ist – aufgelöst ist sie scheinbar immer noch nicht.)

Direktvideo, via Laughing Squid

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