jahresendabrechnung teil II.

ich hab lange überlegt, soll ich hier einen “privaten” jahresrückblick wagen oder nicht? in anbetracht dessen, dass es doch einige freunde und verwandte gibt, die hier lesen, habe ich mich dafür entschieden. ich hoffe, ich langweile die anderen nicht damit.

also: das jahr fing recht verhalten an, dafür sollte im laufe des jahres noch einiges passieren. im februar hab ich angefangen, dieses bescheidene blog zu betreiben. das archiv verrät, der erste eintrag stammt vom 25.02.. seitdem ist hier inhaltlich zwar viel passiert, allerdings lässt das layout nach wie vor zu wünschen übrig. eigentlich bin ich mit dem anbieter ja nicht unzufrieden, allein an meinen html-kenntnissen hapert es noch ein wenig. aber in dieser hinsicht wird 06 was gehen, sobald ich den prüfungskram hinter mir hab. doch dazu später mehr. mitte april war ich seit ewigkeiten mal wieder in der friesischen heimat, meine kleinen geschwister wurden konfirmiert. britta in einem für einen kirchenbesuch fast schon ungeeigneten fummel, moritz schaffte es auch hier, um ein hemd herumzukommen. mir wurde der graue anzug fast zur qual, verdammt, war ich fett geworden.

auf dem rückweg aus dem hohen norden erreichte mich in einem loch im funkloch in der nähe von wolfsburg der anruf von einer wika, ob ich nicht nächste woche zu einem vorstellungsgespräch kommen könne. es gehe um den job am denkmal für die ermordeten juden europas. damit hatte ich gar nicht mehr gerechnet, lag meine bewerbung doch fast schon ein halbes jahr zurück. umso netter. nach ausführlicher einarbeitung habe ich dort am 10.05. angefangen zu arbeiten, der job bedeutet mir mittlerweile ne ganze menge und ich mache ihn trotz aller ärgernisse des jahres sehr gerne (was sicher auch daran liegt, dass fast alle meiner kollegen wirklich superkorrekte leute sind! cheers, mates!). zudem schreibe ich meine diplomarbeit über das denkmal. die arbeit am ort der information hat auch dazu geführt, dass ich mich in diesem jahr wie nie zuvor mit den themen holocaust, judenverfolgung, antisemitismus usw. auseinandergesetzt habe.


das denkmal am 30.12.

im mai war ich für einen tag in leipzig auf der popup, einer schicken indie-messe. ich bin ja der meinung, laut.de sollte auf solchen veranstaltungen repräsentieren, aber auf mich hört ja keiner … a propos indie, am 04.06. stieg das erste mal das gemütliche berlin festival, organisiert von der liebenswürdigen hilary und ihrer crew. obwohl das festival nicht so gut wie erwartet besucht war, wird es 06 eine neuauflage geben. es ist günstig, vor den toren berlins und in der neuauflage vom 29. bis 30. juli sogar zwei tage lang. i’ll see you there!

ebenfalls im juni habe ich das erste fußballländerspiel meines lebenes gesehen. der confedcup führte in hannover brasilien und mexiko zusammen. und auch wenn mir bei dem anblick von ronaldinhos spielkünsten und seines gebisses die spucke wegblieb, war es doch irgendwie sympathisch, dass die “azteken” gewonnen haben.


it’s just like watching brazil! (foto von andi.)

überhaupt, fußball. von werder habe ich nach der meistersaison ja nicht viel erwartet und tue es in anbetracht der bayernübermacht immer noch nicht (wieder). aber ich wäre ja schon froh, wenn tebe endlich mal wieder diese oberliga verlassen würde. leider war die saison 04/05 schon früh gelaufen, doch das war ja eine spazierfahrt gegen das, was die mannschaft und die fans nach der sommerpause erwarten sollte. eine niederlage nach der anderen, selbst die guten gespielten spiele wurden verloren. ich war wirklich schon am verzweifeln, sah die lila-weißen in der verbandsliga kicken. zum glück kam mit dem trainerwechsel die wende. schade eigentlich, denn theo gries war sicher nicht der falsche für den job. aber dejan macht ihn auch wirklich gut. auch wenn der aufstiegszug längst abgefahren ist, mache ich mir hoffnungen auf eine unterhaltsame rückrunde.

mitte juli habe ich mich mit j. in richtung kiel aufgemacht, um dort den ehemaligen laut-kollegen stevie und seine freundin lisa unter die haube zu bringen. eine schöne feier, zumal mit joachim, michel, alex, vicky und phillip einige kollegen anwesend waren.


ein schönes paar!

im oktober wartete noch eine hochzeit auf j. und mich, in der niedersächsischen landeshauptstadt ehelichten im imposanten neuen rathaus mein bruder und seine freundin einander. jetzt sind sie eine “richtige” familie. way to go! nachdem im august ihre tochter liv-grete schon getauft worden war, war das die zweite familienfeier des jahres, an dem meine mutter und mein vater anwesenheitspflicht hatten. und siehe da, es scheint doch gras über sachen zu wachsen.


taufe im traditionellen taufkleid.


noch ein schönes paar!

karriere: seit mitte oktober bin ich offiziell am diplomieren, wer es noch nicht weiß, ich schreibe über das denkmal für die ermordeten juden europas in der öffentlichen diskussion mit dem ziel, diplompolitologe zu werden. bis mitte februar werde ich noch viel damit zu tun haben, und auch den rest des ersten halbjahres werde ich auf meinen abschluss verwenden müssen. mündliche prüfungen sind erst im juni/juli. der vorbereitungstrubel (scheine nachreichen und so) hat dazu geführt, dass dieses jahr sehr uniintensiv und sehr urlaubsleer war. lediglich eine knappe woche ende august in konstanz hab ich mir gegönnt, zum rock am see. es ist immer schön, in der stadt am see zu sein, sie ist mir in kürzester zeit wirklich ans herz gewachsen, nicht zuletzt auch auf grund der leute, die ich dort kennen gelernt habe. wer weiß, vielleicht gehts ja 2006 in die richtung?


don miguel et moi beim rock am see.

das erste oktoberwochenende nutzen wir, um zu sechst für ein paar tage nach prag zu fahren. keine großen worte: wunderbare stadt, prima gruppe, klasse fahrt, jederzeit wieder!


auf der karlsbrücke. die ließ sich nicht umgehen.

hab ich sonst was vergessen? ich schreibe immer noch für laut.de, ab februar hoffentlich auch wieder mehr. einige nette interviews habe ich dieses jahr für laut.de machen dürfen, darunter fettes brot, heike makatsch und florian lukas, moneybrother, hellacopters, fanta vier, system of a down und kürzlich erst strokes, danko jones und belle & sebastian. auf guten konzerten war ich nicht grade selten (thanks to michel fürs arrangieren): green day, mando diao, my chemical romance, adam green, chemical brothers, bright eyes, moneybrother, the (international) noise conspiracy, moby, kettcar, hellacopters, turbonegro, arcade fire, help she can’t swim, maximo park, dirtbombs, trend, the mutts, queens of the stone age, beck, the bravery, kju:, walking concert, home of the lame, sufjan stevens, franz ferdinand, orenda fink, mayday, disco drive, strokes, und wasweißichnochalles.

abschließend: iloveyouall! wer bis hierhin durchgehalten hat, hat wirklich zuviel zeit! noch gut fünfeinhalb stunden bis 2006, spend your time wisely!

zustand: fertig
hörend: coldplay

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