Nein, ich mache jetzt bestimmt keinen auf Nerdcore mit ner regelmässigen Videoshow, aber wenn gleich drei bemerkenswerte Clips im Reader liegen, darf ich die auch mal in einem Posting verbraten. Zum einen wären da die neuen Videos von den Thermals und Ted Leo. Letztere Nummer vom “Brutalist Bricks”-Album ist bekannt, allein das Video ist eine lustige Idee.
Die Thermals melden sich derweil mit einem ordentlichen Stück zurück, die meine milde Enttäuschung über das letztjährige Album “Now We Can See” locker hinwegspielt und gespannt auf die neue “Personal Life” warten lässt.
Und dann war da noch die unglaublich gute Public-Image-Ltd.-Coverband namens Public Imitation Ltd. Deren Sänger sieht aus wie der leibhaftige Lydon in jungen Jahren. Unglaublich.
Und wo wir’s grade vom Radeln haben: Via MC Winkel kommt dieses schöne, wenn auch nicht so superspektakuläre BMX-Freestyle-Video von der Shadow Conspiracy. Die Musik passt für meine Ohren nicht ganz so, aber sonst: Sweet!
Über OK Gos Video zu “This too shall pass” mit der überdimensionierten Rube-Goldberg-Maschine des Künstlerkollektivs Syyn Labs aus LA hatte ich im März ja schon bei 78s geschrieben. Dort gab es damals auch schon ein paar kurze Videos, wie die Maschine und der Clip zu Stande kamen. Jetzt hat Adam Sadowsky, Kopf des Syyn Labs, bei einer TED-Konferenz über die Arbeit mit OK Go gesprochen. Durchaus interessant, und das Video gibts am Ende auch noch einmal zu sehen.
Hach, ist das herrlich. Während sich der Sommer in Zürich noch nicht so richtig entscheiden kann, ob er bleibt oder geht, cruist man in Madrid einfach ein bisschen durch die Stadt. Und wo sie schon seit ca. zwei Jahren versucht, mich zum Skaten zu überreden, als alte Streetfahrerin, bekomme ich jetzt umso mehr Lust. Baby, mach die Bretter klar!
Irgendwo war es mir neulich glaub ich schon mal über den Weg gelaufen, endgültig drauf gestossen bin ich jetzt über diese Bowl/Pool-Skating-Kurz-Doku beim Kraftfuttermischwerk: California is a place produziert und veröffentlicht herrliche Kurz-Dokus aus dem Golden State.
Hinter dem Projekt stecken Filmemacher(in?) Drea Cooper und Fotograf Zackary Canepari, die ersten vier Filme handeln eben vom Skaten in dank der Immobilienpleite ungenutzten Swimming-Pools, von Scraper-Bikes, von der Grenze zu Mexiko und Menschen, die die Dinge dort selbst in die Hand nehmen, und von einem Gebrauchtwagenhändler, der nichts mehr zum Handeln hat. Unbedingt ansehen. Alle.
Ich habe das berühmt-berüchtigte Porno-Tape von Pam und Tommy ja nie gesehen (und habe auch irgendwie nicht so das Interesse daran), aber was die Londoner um Hari Ashurst aka Treasure hier zu seiner Musik laufen lässt, ist eine wirklich eigene und irgendwie hochästhetische Aufhübschung des besagten Videomaterials. Und der Song ist auch noch ganz nett.
Es gibt eine Hamburg-Ausgabe von 50 people, 1 question. So sehr ich die Idee mag und so sehr mir die New Yorker Version gefallen hat, die fehlende Eigenständigkeit im Schema missfällt mir. Trotzdem: Man sollte mehr auf die Straße gehen und den Leuten einfach mal eine Frage stellen.
Seit Ende Februar schwirrt ja schon die neue Deftones-Nummer “Rocket Skates” im Netz herum und ich habe damals an anderer Stelle auch schon meine Freude ob der potenten Rückkehr einer meiner Jugendhelden verkündet. Im Mai gibts dann das Album “Diamond Eyes“, vorab noch ein offizielles Video zu “Rocket Skates”. Auffällig: Chino Moreno sieht so fit aus wie lange nicht mehr. Ick freu mir!